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Zur Geschichte des Schlittschuhlaufens |
Allgemeine Informationen
Webcams im Spreewald |
Aktuelle Wetter- und Eisinformationen |
Fragen und Antworten |
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ganz eigenen Reiz bietet der Spreewald zur Winterzeit.
Über
300 natürliche Wasserarme, Fließe genannt, und künstliche Kanäle
bieten in kalten und frostigen Wintern eine riesige Fläche zum Eislaufen.
Schlittknochenfunde vom Burglehn bei Steinkirchen bezeugen das Schlittschuhlaufen
in unserer Gegend seit über 1.000 Jahren.
Damals standen die Läufer
auf den breit gefeilten beinernen Kufen und stießen sich mit einem Speer
oder Stock über das Eis.
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Abbildung
aus Brugmanns Vita Lydvinaea Holzschnitt 1498 | |
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Paul
Fahlisch teilt 1928 mit: Durch Graf Rochus Friedrich von Lynar und seinen
Kammerdiener, den er aus Dänemark mitgebracht hatte, ist auch im Jahre 1768
das Schlittschuhlaufen im Spreewald eingeführt worden. Früher hatte
man kleine Schlittschuhe, auf denen man stand und sich mit einem Stachelstab fortschob,
ähnlich wie heute den Kahn mit dem Rudel.
Von da an spielte sich
im Winter ein großer Teil des Lebens auf dem Eis ab. |
Winterleben im Spreewald Druckgrafik nach
einer Skizze von F. Michgraf gezeichnet von F. Bergen, um 1900 |
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| Handwerker,
Postboten, auch Trauer- und Jagdgesellschaften nutzten die gefrorenen Wasserwege.
Sogar die Feuerwehr eilte über das Eis zu ihrem Brandherd.
Die
auch als Eisstechel und Eispickel bezeichneten Stöcke dienten zum schnellerem
Vorwärtskommen auf dem Eis, zur Prüfung der Eisstärke und als Rettungshilfe
bei Einbrüchen. |
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Schon
in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte man in den ortsansässigen Schmieden
sowie in der bekannten Schmiede in Remscheid speziell für die Damen einen
Spreewälder Stegschlittschuh gefertigt.
Für
die Bauern, Handwerker und Postboten stellte man den typischen Spreewälder
Holzschlittschuh her. Hierbei handelte es sich um einen schweren und robusten
Schuh mit einer Laufschiene von einem Zentimeter Breite. Diese Schuhe nutzte man
auch zu den ausgedehnten Vergnügungstouren durch den winterlichen Spreewald. |
Historische
Schlittschuhe und Spreewälderinnen beim Eislaufen mit Stoßschlitten |
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Als Verkehrs- und Transportmittel
wurde der sogenannte Stoßschlitten in der Winterzeit auf den vereisten Fließen
und Gräben genutzt. So konnten auch kleine Kinder, alte Leute und das Gepäck
befördert werden. In einer Wolldecke warm verpackt, auf einem Polster
von duftendem Heu, einem warmen Stein an den Füßen, dem nötigen
Proviant und einem kräftigen Schlittenschieber konnte man den verzauberten
Eis-Spreewald von seiner schönsten Seite auf ausgedehnten Touren entdecken. |  |
| Eisläufer mit Stoßschlitten
in Lehde um 1925 | |
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Einige interessante Ausstellungsstücke zum Thema Schlittschuhlaufen
im winterlichen Spreewald finden Sie auch im Stadt- und Regionalmuseum Lübben.
Wir danken an dieser Stelle dem Museum, dass uns bei der Materialsuche für
diese Seite unterstützte. Sollte das Eis bei Ihrem Besuch
im Spreewald mal nicht dick genug sein, empfehlen wir Ihnen einen Abstecher auf
die idyllische Schlossinsel und einen Besuch im Stadt- und Regionalmuseum Lübben
(Spreewald). |
Stoßschlitten
in der Ausstellung des Stadt- und Regionalmuseums Lübben (Spreewald) |
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Wir
hoffen, dass wir Sie neugierig gemacht haben und Sie auch mal den Spreewald im
Winter zum Schlittschuhlaufen besuchen werden. Über den Eiszustand und
die aktuellen Wetterverhältnisse informieren wir Sie auf unserer Seite wetter-im-spreewald.de.
Dort finden Sie auch eine Webcam mit Blick auf die Schlossinsel. |
www.wetter-im-spreewald.de Bücher
zum Spreewald, sowie Wander- und Wasserwanderkarten finden Sie in unserer
Bücherkiste. |
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